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Zecken-Alarm!

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Obwohl Berichte über das Virus Covid19 momentan die Medien und die Bevölkerung
besonders beschäftigen, darf man andere, bekannte Gefahren nicht vergessen, bzw. unterschätzen.


Gerade jetzt, da durch den verordneten Lock Down und das sommerliche Wetter viele Menschen Abwechslung und Ablenkung in der freien Natur suchen, ist eine besondere Achtsamkeit  gegenüber der aktuellen Zeckenpopulation gegeben.
Hochsaison haben die unbeliebten Blutsauger gewöhnlich von April bis Oktober. Mittlerweile lauern sie nicht nur in Wäldern, sondern ebenso in Parkanlagen und unseren heimischen Gärten.

Die Problematik der Zeckenbisse sind die damit auf uns Menschen übertragbaren Infektionskrankheiten, zum einen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), zum anderen die Borreliose. Unsere direkte Umgebung ist als Hochrisikogebiet definiert, d.h. die darin verbreiteten Zecken sind zum größten Teil infektiös.  Daher ist der Biss einer Zecke eine Verletzung, mit der keineswegs leichtfertig umgegangen werden darf.


FSME:
Wird der Erreger durch den Zeckenbiss übertragen, treten nach ca. 14 Tagen grippeähnliche Symptome wie Kopf- , Gliederschmerzen und Fieber auf. Bei rund 90% bleibt es bei diesen Symptomen und die Erkrankung ist überstanden, doch kann der Virus das zentrale Nervensystem befallen, so dass 10% der Infizierten unter schweren Spätfolgen wie Lähmungen, Schmerzen oder Konzentrationsstörungen leiden. Der tödliche Verlauf liegt in Europa bei 0,5 – 1% der Erkrankten. Da es sich um einen Virus handelt, lässt sich die FSME- Infektion durch keinerlei Medikamente heilen, wir könne nur die Symptome lindern. Der einzige wirksame Schutz ist die Vorsorge durch eine Schutzimpfung.


Borreliose:
Borrelien sind Bakterien, die während des Saugaktes der Zecke erst nach einigen Stunden (in der Regel 8-12 Stunden nach dem Biss) übertragen werden. Daher kann durch ein schnelles Entfernen der Zecke die Ansteckung vermieden werden. Ist eine Infektion erfolgt, zeigt sich häufig, aber nicht immer, eine schmerzlose kreisrunde Rötung um die Einstichstelle. Gefürchtet ist die Borreliose vor allem, weil die Krankheit nach Monaten bis Jahre nach der Infektion ins nächste Stadium übergehen kann, bei dem es zu schweren Gelenkentzündungen und schlimmstenfalls zu Schädigungen des Gehirns kommen kann. Im Frühstadium ist die Borreliose gut mit Antibiotika zu behandeln.
Trotz aller Gefahren, sind der Aufenthalt und die Bewegung in der Natur für die Gesundheit absolut empfehlenswert, wenn man folgende Punkte beachtet:

Tipps, zur Risikoreduzierung:

Insektenabwehrmittel auftragen

dichtschließende Kleidung(z.B. Socken über die Hosenbeine)erschweren den Zecken den Weg zur Haut

nach einen Aufenthalt in der Natur Kleidung wechseln und den Körper nach Zecken absuchen

saugende Zecken sofort mit Hilfe einer Zeckenzange oder –karte entfernen und die Bissstelle reinigen und desinfizieren

der beste Schutz vor FSME ist die rechtzeitige Schutzimpfung

Das Team der Löwenapotheke in Hirschberg steht Ihnen zu diesem Thema gerne  mit kompetenter Beratung zur Verfügung.

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